Ein Sommernachtstraum am Jochberg

Unter freiem Himmel übernachten, über dir der Sternenhimmel, Weite, Stille -was für eine romantische, ehrfürchtige Vorstellung! Und genauso ist es!Dienstagvormittag bekomme ich eine Nachricht von Nicole, ob ich nicht Lust habe, heute mit ihr am Jochberg zu übernachten. Da ich Nicole’s spontane Ideen bereits kenne (und liebe!) sage ich sofort zu, fahr’ in der Mittagspause nach Hause und packe meinen Rucksack. Zurück im Büro steigt die Vorfreude, das Wetter ist großartig, keine Gewitterwarnung für diese Nacht. Pünktlich um 18 Uhr werde ich am Büro abgeholt und 1,5 Stunden später steigen wir bei schönster Abendsonne auf. (Dauer ca 1,5 h)  Oben angekommen sind ausser uns bereits zwei Jungs, die auch hier campieren wollen. Noch sind auch ein paar Wanderer hier, die den Sonnenuntergang und das Feierabend-/Gipfelbier hier genießen und später mit Kopflampe absteigen werden. Schon jetzt ist die Stimmung atemberaubend.  Nach einer ausgiebigen Brotzeit schlagen wir unser Lager aus Isomatte und Schlafsack an einer mehr oder weniger ebenen Fläche unweit des Gipfelkreuzes auf.

Der Sternenhimmel lässt auf sich warten, aber als ich nachts einmal wach werde und realisiere, wo ich bin und nach oben blicke, bin ich einfach nur glücklich und unendlich dankbar hier zu sein.   Der Sonnenaufgang an sich -eine schnelle Sache! Innerhalb weniger Minuten taucht der Gipfel von rot-orange in gelb. Es ist jetzt 6 Uhr und wir sind bereits zu sechs am Gipfel. Martin ist mit seinem Kumpel um 3 in München losgefahren, um den Sonnenaufgang hier oben zu erleben. Zusammen sind wir einfach nur überwältigt vom Tagesanbruch und teilen diesen tollen Moment, es fehlt einfach nichts -außer: Kaffee! Und ob ihr’s glaubt oder nicht: Martin hat einen Campingkocher und Kaffee dabei und gibt Nicole und mir die erste Tasse ab – sowas gibts wirklich nur am Berg, oder?Nach dem besten Kaffee, den wir jemals getrunken haben, geht es für uns direkt an den Abstieg -wir müssen schließlich um 9 am Schreibtisch sitzen! Das Timing ist knapp, für einen morgentlichen Sprung in den Kochel- oder Walchensee reicht es leider nicht mehr, aber Katzenwäsche im Brunnen muss für den Tag im Büro heute reichen.

 

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