đŸš¶â€â™€ïžđŸš¶#29 Spazieren

Diesmal dreht sich alles um unsere Basis, unsere Erdung: Die FĂŒsse! Bevor ich zur dieswöchigen Aufgabe komme, fasse ich fĂŒr euch nochmal alle Fuss-Übungen aus den bisherigen Yoga-Snacks zusammen:
Entlastend, nach einem langen Tag, eine passive, entspannende Übung, die du gerne auch tĂ€glich einbauen kannst, ist die Viparita Karani (🙃#06 Legs up the Wall Pose, gut und gerne 6 Minunten bleiben). Anschließend rollst du dich aus der Haltung, setzt dich bequem und schließt den Zipper an. Weiter mit der Waden-Massage mit Stock und du bist perfekt vorbereitet fĂŒr den Zehensitz.

Diese Wochenaufgabe ist an sich „unspannend“: ich empfehle euch einen ausgedrehnten Spaziergang! Am besten ebenerdig (nicht bergauf/-ab), wenn möglich natĂŒrlich kein Asphalt, sondern am liebsten weicher Waldboden und wenn du Barfuss-Schuhe (oder welche mit dĂŒnnen Sohlen) hast -perfekt. 10-15 Minuten achtsames gehen in deinem natĂŒrlichen Tempo, ohne „es richtig machen zu wollen“. Wir haben alle schon viel gehört und gelesen ĂŒber die eine richtige Lauf- bzw Gehtechnik – schlag‘ sie dir aus dem Kopf! Wenn du bei deinem Spaziergang etwas „Neues“ versuchen magst: probier‘ lange Schritte und stell‘ dir vor, der Vorderfuss des jeweils hinteren Beins ist leicht klebrig (Honig, kein Super-Glue😉). Das alles berĂŒcksichtig: versuche trotzdem, deinen Gang natĂŒrlich aussehen zu lassen, ĂŒbertreibe es nicht. Was spĂŒrst du? Vielleicht merkst du, dass der Psoas (dein HĂŒftbeuger-Muskel) sich ganz angenehmt lĂ€ngt (und gedehnt wird -wie im Yoga beim Ausfallschritt!) und du dich (durch das „Klebe-GefĂŒhl“) sanft, aber bestimmt, ĂŒber die hinteren Zehenballen abdrĂŒckst.

Und wieso? Jeder Spaziergang tut gut, macht den Kopf frei, ohne Anstrengung, Ehrgeiz oder Ambitionen. Du nimmst das Tempo raus (nicht wie beim Joggen oder Radfahren), hast etwas mehr KapazitÀten deine Umgebung zu betrachten, mit allen Sinnen wahrzunehmen und deine Gedanken können ziehen (da du dich nicht so stark auf den Verkehr konzentrieren musst).
Zudem weckst du deinen Fuss auf! Der Fuss besteht aus 26 Knochen (etwa 25% aller Knochen in deinem Körper!) Sie tragen das gesamte Körpergewicht und sorgen fĂŒr UnterstĂŒtzung, Balance und Beweglichkeit. Wache, gesunde FĂŒĂŸe sind also Grundvoraussetzung -nicht nur im Yoga- eine stabile Haltung aufzubauen.

In meiner Yoga-Therapie-Fortbildung wurde das nochmal sehr treffend wie folgt zusammengefasst:

„Yogatherapie fĂŒr FĂŒĂŸe und Fußgewölbe: Besonders wichtig ist die richtige Belastung der Fußgewölbe in allen Stehhaltungen. Werden FĂŒĂŸe ungleichmĂ€ĂŸig belastet, leidet die Gewichtsverteilung auf die Fußgelenke. In der Regel sind FĂŒĂŸe beim Yoga nicht wirklich verletzungsgefĂ€hrdet, die höher liegenden Gelenke leiden unter der Fehlbelastung. Besonders Knie, HĂŒfte und WS benötigen gute UnterstĂŒtzung der Fußgewölbe. Bei bereits bestehenden Fehlstellungen im Fuß kann die Yogapraxis durch Korrektur der Beinachse, KrĂ€ftigung der Fußmuskulatur und Entspannung der Plantarfaszie (Sehnenplatte in der Fußsohle) unterstĂŒtzen.“ (Susan Michel)

In diesem Sinne möchte ich euch sehr die Fuss-Gesundheit ans Herz legen: pflegt eure FĂŒsse und tut ihnen Gutes! Möglichst viele Barfuss-SpaziergĂ€nge und frische Luft –free your feet! 👣

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